Kaltes Eck

Aus KoelnWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kaltes Eck
(Aufnahme Richtung Osten, 2013)
Ausschnitt

Kaltes Eck ist eine Kunstinstallation in der Altstadt-Nord des Künstlers Tom Fecht. Es ist dem Andenken von Menschen gewidmet, die in Folge von AIDS gestorben sind. Das Denkmal ist Teil des Erinnerungsprojekt "Denkraum: Namen und Steine".

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das quadratische Bodenmosaik besteht aus 19 Reihen mit unterschiedlich Pflastersteinen. Bei den Steinen handelt es sich um bereits benutze Steine, die durch den Künstler bearbeitet wurden.[1] Die Installation ist 320 cm * 320 cm groß und besteht aus 285 Steinen. In etwa ein Drittel der Steine sind Namen von Kölner AIDS-Toten gemeiselt. Dazwischen befinden sich zwölf Steine mit einem kleinen Kreuzen und einem Titelstein. Andere sind leer.

Inschriften

Titelstein

Titelstein
KÖLN 1993
memoire nomade
1992 2000

Namenssteine

Die Namen der genannten AIDS-Toten sind mit ihrem vollständigen Namen, abgekürztem Nachnamen oder auch nur mit ihrem Vornamen vertreten. Eine Liste der eingravierten Namen mit Stand 7/2009 befindet sich auf der offiziellen Webpräsenz von "Namen und Steine"[2]

Tafel

Metalltafel

Auf der Metalltafel auf der nördlichen Begrenzungmauer des Weges steht:

Kaltes Eck
Köln 1998
Diese Installaltion erinnert an Menschen
die an AIDS verstorben sind.
Sie ist Teil des Projektes
"Denkraum:NAMEN und Steine"
der Deutschen AIDS-Stiftung, Bonn und
des Künstlers Tom Fecht
AIDS-Hilfe Köln e.V.

Geschichte

Die Außeninstallation wurde am 17. August 1998 verlegt.[2] Dem war eine fünfjährige Suche nach einem geeigneten Platz voraus gegangen.[3] Später wurden Steine mit weiteren Namen versehen.[2] Die Installation wird heute von der Kölner AIDS-Hilfe betreut.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wolf Jahn: Tom Fecht "Name und Steine" 1994. In: Kunst im öffentlichen Raun Hamburg (Abruf am 8.6.2013)
  2. 2,0 2,1 2,2 Eintrag zur Kölner Installation auf www.namenundsteine.com (Abruf am 08.06.2013)
  3. Bernd Imgrund: Das Kalte Eck. Totensteine am Rheinufer. In: "111 Kölner Orte die man gesehen haben muss. Hermann-Josef Emons Verlag, Köln 2008, ISBN 978-3-89705-618-3, S.110f.